Flüchtlinge in Rastatt (Teil 1)

18. Oktober 2015

Am Dienstag, den 13. Oktober 2015, lud die Stadt Rastatt zu einer Informationsveranstaltung in die Reithalle Rastatt, welche mit 350 Besuchern komplett gefüllt war, ein.

Auch eine kleine Abordnung der AfD war anwesend.

Nachfolgend berichte ich in den kommenden Tagen nach und nach von meinen Eindrücken der Veranstaltung.

 

Teil 1:

Zwei 17 jährige Schüler erzählen, nicht ohne zuvor deutlich zu betonen, sie seien keinesfalls ausländerfeindlich, wie deren Freundinnen bereits mehrfach von Asylbewerbern mit Pfiffen angemacht wurden.

Dies sorgt selbstverständlich bei den Mädchen und bei deren Freunden für Sorgen und Unsicherheit.

Auf die Frage, wie man sich diesbezüglich verhalten soll ernteten die mutigen Schüler Gelächter aus dem Publikum.

Die Frage nach dem Verhalten „Soll ich mit den Leuten reden, soll ich sie drauf aufmerksam machen, dass man das nicht macht?“, „Wie soll ich mich dem gegenüber verhalten?“ beantwortete Frau Heinisch-Hildenbrand wie folgt: „Nicht drauf eingehen, weiterlaufen“ und „Überhaupt nicht drauf eingehen weil es könnte natürlich sein in dem Moment wo sie darauf eingehen, denen eine Plattform geben, könnte es zu längeren Diskussionen kommen und die könnten vielleicht dann irgendwann auch unschön ausgehen.“

Diese Antwort war für den Schüler natürlich nicht befriedigend, er fragte empört, ob er „praktisch alles tolerieren und dulden“ solle, „bis…“.

 

Doch der absolute Höhepunkt war eine Aussage des Oberbürgermeisters von Rastatt, Herrn Pütsch.

Bezug nehmend auf die für das Mädchen sehr unangenehme Situation entgegnete er, das passiere in Griechenland, in der Türkei und in Italien, dass „der Freundin hinterhergepfiffen wird, aber damit ist ja noch nichts passiert. Wenn Sie jetzt gesagt hätten sie hätten sich an Ihrer Freundin vergangen, dann ist das was anderes, aber pfeifen ist noch nicht verboten.“

 

Eine entscheidende Frage des Schülers wurde nicht beantwortet: „Was passiert, wenn ich nicht dabei bin. Was machen sie dann?“, ihm wurde für diesen Fall nur nahegelegt, dass die Freundin Selbstverteidigung lernen solle.

 

Zum Abschluss empfahl Herr Pütsch dem Schüler, er solle „sich Gedanken machen“, ob er denn wirklich nicht zwischen Deutschen und Ausländern unterscheide, weil ja sicher auch deutsche Jungs hübschen Mädchen hinterher pfeifen.

 

Fassen wir also zusammen:

Zwei Schüler beschweren sich darüber, dass deren Freundinnen in letzter Zeit vermehrt von Asylbewerbern angemacht werden.

Die Reaktionen darauf sind vielfältig vom ins Lächerliche ziehen, über „damit ist ja noch nichts passiert“, bis zum Rassismus-Vorwurf.

Mit der Aussage „..damit ist ja noch nichts passiert. Wenn Sie jetzt gesagt hätten sie hätten sich an Ihrer Freundin vergangen, dann ist das was anderes…“ sagt Herr Pütsch indirekt, dass sich erst um solcherlei Probleme gekümmert wird, wenn ein Mädchen schon vergewaltigt wurde.

 

Dieses Verhalten ist für einen Politiker und Menschen höchst verwerflich!

Jede Vergewaltigung bedeutet ein zerstörtes Leben, dies zu verhindern sollte oberste Pflicht eines jeden Bürgers und erst recht eines jeden Politikers sein!

Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung darf nicht für eine verfehlte Politik geopfert werden.

Herr Pütsch, nehmen Sie endlich die Sorgen Ihrer Bevölkerung ernst.

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© Manuel Speck, Alternative für Deutschland