Wie "Umweltschützer" unsere Umwelt zerstören

Als Kind habe ich viel Zeit in den Wäldern unserer Heimat verbracht, mich teilweise ganze Tage nur von dem ernährt, was die Umwelt so anbot; und das Angebot war reichhaltig.

Nachmittags wurden dann auf einer der zahlreichen Wiesen eine Hand voll der dort wild blühenden Blumen gepflückt und der Mutter ein kleiner Strauß mitgebracht.

Auf den Äckern in unserer Nachbarschaft wuchsen die verschiedensten Nutzpflanzen, deren Verwendungszweck mein Großvater mir erklärte.

Das Fangen von Eidechsen gehörte dazu, wie die zahlreichen lästigen Bienen und deren Stichen im Freibad.

 

Rückblickend war das eine wundervolle Zeit, die ich nicht missen möchte. Zeitgleich stimmt es mich traurig daran zu denken, in welchem Umfeld unsere Kinder einmal aufwachsen müssen.

Die vielfältigen Nutzpflanzen sind größten Teils verschwunden und haben den Mais Monokulturen Platz gemacht, die blühenden Wiesen sind abgemäht und gepflegt und bieten Bienen keinen Lebensraum mehr. Auch Zauneidechsen sieht man heutzutage nicht mehr oft.

 

Vor nunmehr knapp 5 Jahren durften Tier- und Umweltschützer aufatmen: eine grüne Landesregierung, die werden sicher viel für den Schutz unserer Natur bewegen.

Auch ich dachte anfangs, dass in den Grünen auch grün steckt.

Wenn man aber nun einige Entwicklungen, oder auch Stillstände, im Bereich Tier- und Umweltschutz betrachtet, so wird man schnell eines Besseren belehrt.

 

Bestes Beispiel sind hierbei die aus dem Boden schießenden Windparks.

Von deren rein ästhetischem Gesichtspunkt, und damit der Verschandelung unseres Schwarzwaldes als Lebensraum, Naherholungsziel und Touristenregion abgesehen, richten sie auch in der Fauna unserer Heimat großen Schaden an.

Viele, im Schwarzwald früher weit verbreitete, Tiere sind heute vom Aussterben bedroht oder gefährdet. Einen großen Anteil daran haben Windkrafträder, also genau jene Gebilde, die angeblich dem Umweltschutz dienen sollen.

Tatsache ist jedoch, dass jene Windkrafträder für das massenhafte Sterben unzähliger Tierarten verantwortlich sind.

 

So bedrohen Windkrafträder beispielsweise den ausschließlich in Deutschland heimischen Rotmilan.

Der Rotmilan ist ein ausgezeichneter Jäger, doch auch er sucht sich naturgemäß die leichteste Beute.

Und wo findet man als Raubvogel die leichteste Beute? Auf einer stets gemähten Grünfläche mit guter Einsicht, auf der im besten Fall noch etliche, durch Luft-Verwirbelungen getötete, Fledermäuse liegen.

Im Angesicht dieses reichhaltigen Futterangebots kann auch mal ein mit 400 km/h drehendes Rotorblatt übersehen werden.

 

Doch nicht nur der Rotmilan wird durch "grünen Ökostrom" gefährdet.

Viele weitere Tierarten werden durch Windkrafträder direkt oder indirekt getötet oder vertrieben.

Dazu zählen unter anderem die Rauhhautfledermäuse, deren Lungen im Luftsog der Windkrafträder platzen, wie auch der gefährdete Auerhahn, der früher ein Markenzeichen des Schwarzwaldes war.

Die besagten Auerhähne sind zwar der Gefahr der Rotorblätter nicht ausgesetzt, diese äußerst schreckhaften Tiere werden allerdings durch die entstehenden Geräusche verschreckt, vertrieben und zum Flug verhältnismäßig großer Strecken gebracht.

Im Winter kann diese Anstrengung bei knappem Nahrungsangebot schnell zum Verhungern führen.

Durch die immer großflächiger verbreiteten Windkraftanlagen nimmt der Mensch großen Einfluss auf ein über Jahrtausende gewachsenes Ökosystem und stört dieses massiv.

 

Und wie begegnet die grüne Landesregierung in Baden-Württemberg dieser Situation?

Sie plant den großflächigen Ausbau weiterer Windparks und will die Anzahl der Windkraftanlagen im Land sogar verdreifachen!

Doch damit nicht genug: Der von Tierschützern erforschte und geforderte Mindestabstand von 1500 Metern zum nächsten Rotmilan-Horst wird von der Landesregierung nicht akzeptiert.

Um diesen Mindestabstand auf 1000 Meter zu reduzieren überrollt die Politik die ansässigen Bauern mit einer bürokratischen Schlammlawine.

So dürften im Umfeld von Windkrafträdern "keine Maßnahmen durchgeführt werden, die die Attraktivität der Flächen für Rotmilane erhöhen", dazu zählen dann unter anderem das Anlegen von Blühstreifen, Hecken, Baumreihen und Teichen. Sowohl Mais, als auch Winterkorn dürfen nicht mehr angebaut werden und die Lagerung von Ernterückständen (aus dem Bürokratendeutsch übersetzt: Stroh, Heu, Mist,...") ist zwischen März und Oktober nicht mehr zulässig.

 

Fassen wir grob zusammen: Windkrafträder gefährden die Gesundheit von Mensch und Tier durch Infraschall, töten gefährdete Tierarten, nehmen starken Einfluss auf das Ökosystem und verunstalten die Landschaft unserer Heimat.

 

Ein besseres Anschauungsbeispiel für verfehlte, fahrlässige und auch destruktive Doppelmoral im Verständnis grünen "Umweltschutzes" ist schwer zu finden.

 

Wollen wir all das widerstandslos hinnehmen und der Zerstörung unserer Heimat, unseres Schwarzwaldes, tatenlos zusehen?

Bekennen wir Flagge gegen Windkraft und zeigen wir den Grünen, dass wir als Bürger dieses Landes eine solch fahrlässige Politik nicht weiter dulden und uns nicht für dumm verkaufen lassen.

Ich fordere daher den sofortigen Stopp der Planung und Erstellung neuer Windkraftanlagen, sowie gegebenenfalls den Rückbau oder die Stilllegung bereits bestehender Anlagen.

 

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© Manuel Speck, Alternative für Deutschland